Frauenarzt Dr. Michael Stany und Frauenärztin Dr. Eva Liebhart
Floridsdorfer
Hauptstraße 22/3
1210 Wien
Tel.: 01 / 270 53 53

Die Hormonspirale

Die Hormonspirale ist ein lokales Hormonsystem, das eine zuverlässige und langanhaltende Schwangerschaftsverhütung gewährleistet.
Dabei wird ein elastischer Kunststoffzylinder, welcher Gestagen enthält, direkt in die Gebärmutterhöhle eingelegt wodurch eine langsame und gleichmäßige Freisetzung des Hormons direkt in die Gebärmutterhöhle gewährleistet wird. Um diesen hormonfreisetzenden Zylinder sicher in der Gebärmutterhöhle zu fixieren, ist er mit einem elastischen T-förmigen Gebilde verbunden, der Spirale. welche beim Tragen aber nicht gespürt wird.

Wirkung

Die empfängnisverhütende Wirkung einer Hormonspirale beruht auf der lokalen Freisetzung eines Gestagens, welches aus dem Hormonzylinder gleichmäßig in die Gebärmutterhöhle abgegeben wird. Infolgedessen kommt es zu einer Verdickung des Schleimpfropfs im Gebärmutterhals wodurch die Spermien an einem Vordringen in die Gebärmutter gehindert  und von einer Befruchtung der Eizelle verhindert werden. Dennoch aufsteigende Spermien werden in ihrer Funktion gehemmt.
Weiters findet nur noch ein schwaches monatliches Wachstum der Gebärmutterschleimhaut statt wodruch die Dicke der Schleimhaut deutlich abnimmt. Damit vermindert sich auf natürliche Weise die Monatsblutung. Damit beruht die empfängnisverhütende Wirkung nicht auf einer Unterdrückung des Eisprunges (wie bei der Pille), fast alle Frauen haben weiterhin einen Eisprung.

Der Schutz der Hormonspirale besteht sofort nach dem Einlegen ebendieser, an Zuverlässigkeit ist sie mit der Pille bzw. der Eileiterunterbindung gleichzusetzen. Dieser zuverlässige Empfängnisschutz besteht für 5 Jahre.

Vorteile

  • höchste Verhütungssicherheit
  • 5-jährige Liegedauer
  • bei manchen Frauen völlige Blutungsfreiheit
  • keine Gewichtszunahme
  • Sollten Sie eine Schwangerschaft anstreben während einer Horminspiralentherapie ist dies kein Problem: Bitten Sie Ihren Arzt, die Hormonspirale zu entfernen. Innerhalb kurzer Zeit normalisieren sich alle Vorgänge des Körpers und Sie können meist innerhalb eines Jahres schwanger werden.

Gleichzeitig können folgende Beschwerden in den meisten Fällen fast vollständig zum Erliegen gebracht werden:

  • Frauen mit sehr starker Regelblutung (Hypermenorhoe)
  • Schmerzen bei der Regel (Dysmenorhoe)
  • Stimmungsabfall vor der Regel (PMS=prämenstruelles Syndrom)
  • Kopfschmerzen bei der oder vor der Regel (= hormonabhängige Migräne)

 

Nachteile

Eine Hormonspirale wird allgemein sehr gut vertragen. Da das Gestagen direkt in der Gebärmutterhöhle abgegeben wird, ist für die zuverlässige Empfängnisverhütung eine wesentlich geringere Hormonmenge als bei der Pille notwendig. Manchmal können dennoch in den ersten Monaten Begleiterscheinungen wie Brustspannen, Akne und Zwischenblutungen vorkommen.

 


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