Frauenarzt Dr. Michael Stany und Frauenärztin Dr. Eva Liebhart
Floridsdorfer
Hauptstraße 22/3
1210 Wien
Tel.: 01 / 270 53 53

Die Pille

Anfang der 60-er Jahre glaubte man, mit der Pille ein Wundermittel gefunden zu haben. Jedoch wurden bald Stimmen gegen die Pille laut. Lange Zeit hieß es, dass die Pille als hormonelles Verhütungsmittel das Krebs-Risiko erhöht. Jüngsten Zahlen zufolge ist dies heutzutage nicht mehr der Fall. Die moderne, niedrigst dosierte Generation der Antibabypille hat aber noch andere Vorteile:

Senkung des Krebsrisikos

Die Gefahr, an Gebärmutter- oder Eierstockkrebs zu erkranken, ist laut aktuellen wissenschaftlichen Studien um ca. 60 % reduziert. Dieser Wert gilt bei einer Einnahme der Pille über mindestens 10 Jahre und hält 15 Jahre nach Beendigung der Einnahme an.

Es konnte nicht nachgewiesen werden, dass Brustkrebs durch die Pille induziert wird oder bereits verborgener Brustkrebs ausgelöst wird.

Unerwünschte und mögliche Nebenwirkungen

Gewichtszunahme, durch Wassereinlagerungen im Gewebe, mögliche Zwischenblutungen, Brustspannen, Kopfschmerzen und Migräne und Übelkeit sind die wichtigsten möglichen Nebenwirkungen.

Die Pille sollte vorwiegend von Nichtraucherinnen eingenommen werden, da das Einnehmen der Pille in Verbindung mit Nikotin das Thromboserisiko deutlich erhöht.

In der Ordination Dr. Stany-Dr. Liebhart wird bei jungen Frauen ein APC-Test veranlasst. Dieser zeigt an, ob das natürliche Thromboserisiko nicht schon zuvor – durch eine genetische Mutation – erhöht ist (Familienanamnese).

Bei positivem Befund stehen alle Alternativen, wie bekannterweise die Dreimonatsspritze, Hormonimplantat oder die reine Gestagenpillen zur Verfügung, ebenso wie die Hormonspirale.

In Problemsituationen (wie z.B. bei Patientinnen mit Asthma, Diabetes, bestimmten neurologischen Erkrankungen, Migräne, Epilepsie, Multiple Sklerose, Schilddrüsenerkrankungen oder Adiopositas) sollte zu besonders niedrig dosierten Pillen gegriffen werden. Die Einnahme der Pille kann nach neuesten Erkenntnissen keine dieser Erkrankungen auslösen.

Kann jede Frau die Pille nehmen?

In bestimmten Fällen werden wir Ihnen von der Einnahme der Pille abraten. Insbesondere bei Raucherinnen, Frauen mit starkem Bluthochdruck und starkem Übergewicht.

Was soll ich tun, wenn ich die Pille vergessen habe?

Im Normalfall gilt dabei folgendes: Wenn Sie die Einnahme innerhalb von 12 Stunden nachholen, führt dies zu keiner Reduktion des Empfängnisschutzes.

Bei einem Zeitabstand von mehr als 12 Stunden oder bei Erbrechen oder Durchfall innerhalb von 3-4 Stunden nach der Einnahme ist eine schwanger-schaftsverhütende Wirkung nicht mehr zuverlässig. Dennoch sollte die Einnahme der angebrochenen Packung fortgesetzt werden. Zusätzlich sollten andere, lokale Schutzmittel (Kondom) verwendet werden.

Gibt es noch eine pillenfreie Zeit?

Nein, dies ist ein Gerücht aus den vergangenen Jahrzehnten, das sich hartnäckig hält. Sie können die Pille solange einnehmen, bis Sie Kinderwunsch haben, sofern keine Risikofaktoren auftreten. Die Pilleneinnahme über Jahre vermindert nicht Ihre Chancen schwanger zu werden.

Bei weiteren Fragen steht Ihnen gerne unser Team von Fachärzten zu Verfügung.


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